Veraltete Inspektionsmethode

Die Inspektion der Rotorblätter bei Windkraftanlagen erfolgt bisher zeit- und kostenintensiv durch den Einsatz von Industriekletterern

Mit freundlicher Genehmigung von  Vestas Wind Systems A/S

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Die Inspektion der Rotorblätter einer Windkraftanlage erfolgt derzeit durch Servicetechniker, welche die Blätter freischwebend an Seilen hängend einer Sicht- und Klopfkontrolle (allenfalls noch einer minimal-invasiven, endoskopische Kamerainspektionen) unterziehen.

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Die Windanlage muss dazu mehrere Tage außer Betrieb genommen und das zu  inspizierende Rotorblatt in 6-Uhr Stellung gebracht werden.

© BARD-Gruppe

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Die Industriekletterer (aufgrund von Sicherheitsvorschriften i.d. R. drei Kletterer) müssen außerdem an mehreren Tagen, entweder per Schiff oder Helikopter, zum Einsatzort gebracht werden. Es gibt jedoch schon jetzt einen Fachkräftemangel im Angebotsmarkt für Industriekletterer.

Die Inspektionsarbeiten dürfen nur bis Windgeschwindigkeiten von 10m/sec durchgeführt werden.

Dieses Verfahren ist bei Onshore Windenergieanlagen üblich. Alternativ kommen hier Arbeitsbühnen zum Einsatz.

Im Offshore-Bereich herrschen jedoch erschwerte Bedingungen:

  • Die Anlagen  sind deutlich größer.
  • Der Einsatz von Arbeitsbühnen ist aufgrund des stetigen Seegangs nicht, oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich
  • Da die Windanlagen bis zu 200 km vom Land entfernt sind, ist das Arbeitsfenster vor Ort sehr kurz.
  • Die Arbeit auf See ist psychisch und physisch extrem belastend (Seekrankheit, extrem exponierter Arbeitsplatz, Aufstieg im Turm mit Rucksack und Ausrüstung).

offshoreAufgrund der exponierten Lage der Offshore-Anlagen sind diese besonderen Belastungen wie bspw. starker Wind, Sonneneinwirkung, Salze etc. ausgesetzt. Dadurch werden höhere Anforderungen an die Technik gestellt. Wartungs- und Inspektionsintervalle sind kürzer.

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